Es klopft bei Katt und Fredda“
Hintergründige Geschichte im WEITEN THEATER
... Ingeborg von Zadow (erhielt für das Stück den Adolf-Grimme-Preis), schrieb das Stück über zwei Menschen in einer festen Beziehung ...
Doch da klopft es auch schon: Miranda tritt durch die Tür. Katt freut sich, Fredda zieht sich gekränkt zurück. Doch so leicht gibt die listige Miranda nicht auf. Sie wirbt um Fredda. Bald ist nichts mehr, wie es einmal war. Die berüchtigte Dreier-Konstellation ist nicht nur psychologisch faszinierend ...
Die Autorin geht noch weiter: Sie zeichnet Miranda als Manipulationskünstlerin mit dem Ziel, Katt zu vertreiben. Wie sie mit Schmeicheleien und Lügen einen Keil zwischen das Paar treibt, ist eine fesselnde Studie über die Fragilität zwischenmenschlicher Beziehungen.
Regisseur Jagodzinski hat diesen beängstigend realistischen Konflikt scharfzüngig und mit viel Ironie umgesetzt. Das Clownsmilieu hebt das Stück auf eine abstrakte Ebene, in der geschlechtsspezifische Zuordnungen überflüssig sind ...
ND 19.11.2001 Anouk Meyer