Im Stück "Insel der vergessenen Worte" von Horst Hawemann geht es um den
kostbaren Wortschatz. Er ist groß, aber es sucht kaum noch jemand danach.
[Die Schauspieler] haben sehr schöne sprachliche Wendungen eingefügt in
ihr lebhaftes und witziges Spiel in der beweglichen Bibliothekskulisse von Peter
Koppatsch und in den Kostümen von Anke Lenz.
Das Stück lebt von vielen Andeutungen und erlaubt in der Regie des Autors
reichlich Raum fürs Weiterdenken [...] Vergnüglich und auf märchenhafte
Art wird das Thema Sprache aufgegriffen [...] Der Widerspruch, dass zu diesem aktuellen
Thema die handelnden Figuren der Fantasie entspringen, ist reizvoll. Ebenso schön
ist in dem Stück, das nun zum Repertoire des Hauses gehört, die Aussage, dass
die Liebe nicht unbedingt Worte braucht.
Lucia Tirado, ND vom 10.06.2008