13. Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche 2008
aus dem Presseartikel zum Abschluss- und Preisverleihungs-
abend der 13. Hessischen
Kinder- und Jugendtheaterwoche am 15. März 2008
[...] Für die größten Beifallsstürme des Abends sorgte dann
aber das von schwarzem Humor geprägte Puppentheater-Stück "Der weiße
Hammer" des "Weiten Theaters" in Berlin.
Die Groteske begann mit der bestialischen
Ermordung eines niedlichen, kleinen, weißen Kaninchens durch eine patholo-
gische
Tierhasserin. Der nicht weniger geisteskranke Besitzer des Karnickels, Polizeipräsident
Hagen, gründet mit drei debi-
len Mitstreitern den "Weißen Hammer".
Die Organisation will über Nacht sämtliche Verbrechen in der Welt ausmerzen.
Zielsicher nahmen die Puppenspieler und Stimmenlieferanten Irene Winter und Torsten Gesser
gesell-
schaftliche Abgründe ins Visier. Die teilweise entstellten Pup-
pen wurden zu
Karikaturen menschlicher Leidenschaften. All das kumulierte in einem doppelt und dreifach
überraschenden Ende.
Wäre der "Weiße Hammer" nicht außer Konkurrenz gelaufen, er hätte wohl beste
Chancen gehabt, den diesjährigen Hauptpreis zu erhalten.
Marburg News 16.03.2008
Was in den folgenden neunzig Minuten in diesem Tollhaus an unglaublichen
Zufällen, urkomischen Verwechslungen und bitterbösen Klamauk geschieht,
ist ebenso komisch wie originell. Denn die Akteure sind allesamt große
Handpuppen (Thomas Klemm), deren geschnitzte Konterfeis so zielsichere und doch
faktenreiche Karikaturen bekannter Typen sind, dass man sich mittendrin im
Samstagnacht-TV glaubt. Genau in dieser Mischung aus Verfremdung und Authentizität
liegt dann auch die Faszination dieses Stückes, das sensibel den Spagat zwischen
schriller Klamotte und intelligenter Persiflage hält [...].
Marion Klötzer, Badische Zeitung Oktober 2004
Stephen King lässt grüssen! Womöglich auch James Bond?
Vielleicht doch eher "Kevin allein zu Haus"!? Jedenfalls ist dieses,
mit großen Stabpuppen gespielte, rabenschwarze Stück vom
"Weiten Theater", eine Kriminalstory härtester Gangart. Voller
Intrigen, Grausamkeiten und unvorstellbaren Verwicklungen, bei dem trotz
allem das Publikum aus dem Lachen nicht herauskommt.
[...] Eine bravourös inszenierte, herrlich überzeichnete Achterbahnfahrt,
die den Zuschauer zwischen fesselnder Spannung und urkomischem Witz fast aus
der Spur wirft.
Straubing März 2001