"Alarm – ein Kasperstück" bot [...] die bekannten Zutaten eines Kasperstückes,
gekleidet in ein zeitgemäßes Gewand. Die Geschichte – Kasper will mit der
Oma Geburtstag feiern, doch dann werden die Pfannkuchen gestohlen – wird von Irene
Winter und Torsten Gesser mit liebevoll gestaltetem Personal erzählt: Da gibt es einen,
vielleicht etwas zu stark berlinernden Kasper, eine pfiffige Großmutter, einen wunderbar
"repräsentierenden" König mit Wiener Schmäh und dessen rotzig-freche Tochter
Romy, die dank mehrerer Vornamen zu Kaspers Gretel wird, einen Polizisten, ein Krokodil, das
Angst vorm Wasser hat und aus Geldmangel Dienst als Dackel tut, und den Teufel, der sich als
Gärtner tarnt. Selbst Kaspers "Klatsche" hat ihren Auftritt, auch wenn Schlagen heute
nicht mehr als politisch korrekt bezeichnet werden dürfte ...
Präsentiert wird das alles in schönster Kaspertheatertradition, im Guckkasten mit
rotem Glitzervorhang, es gibt jede Menge Interaktion mit dem jungen Publikum und am Ende
sogar eine Moral von der Geschichte: Der Gärtner nämlich, der ist immer der "Deibel".
Stephanie Lubasch, MOZ vom 9. November 2008